Allgemeines

Wie viel kostet eine Übersetzung?

Der Preis für Übersetzungen wird auf Basis von Normzeilen (à 55 Zeichen inklusive Leerzeichen) berechnet. Die Berechnungsgrundlage ist immer der Ausgangstext. Verschiedene Faktoren wie Schwierigkeitsgrad (Sach- oder Fachtext), Zusatzleistungen (Lektorat, DTP,...), Lieferdatum (Eilzuschläge) etc. beeinflussen den Preis für Übersetzungen.

 

Eine genau Auflistung meiner Preise finden Sie hier.

Berechnen Sie einen Zuschlag für Eilaufträge?

Ja, Eilaufträge kosten immer mehr als reguläre Übersetzungen. Unter anderem auch deshalb, weil andere Projekte pausiert werden müssen, um die notwendigen Kapazitäten für den Eilauftrag zu schaffen. Der Aufschlag für Eilübersetzungen variiert (50–100%) und ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig (Wochenende, Nachtarbeit etc.).

Gibt es eine Mindestauftragsgröße?

Nein, es gibt keine Mindestauftragsgröße. Jedoch wird bei Übersetzungen mit weniger als 500 Wörtern eine Mindestpauschale verrechnet.

Wie lange dauert eine Übersetzung?

Das endgültige Lieferdatum einer Übersetzung ist von mehreren Faktoren abhängig (Schwierigkeitsgrad, Zusatzleistungen wie Lektorat/Korrektorat etc.). Durchschnittlich übersetze ich aber ca. 2000 Wörter pro Tag (8 Std.).

Kann das Layout beibehalten werden?

Ja, das ursprüngliche Layout Ihrer Dokumente kann in allen bearbeitbaren Dateiformaten (z. B. Word, Excel, PowerPoint, InDesign, Web- und Softwareformate etc.) beibehalten werden. Bei nicht bearbeitbaren Dateien (wie bei Bildern oder PDFs) kann das Layout auch beibehalten werden, jedoch fallen hier aufgrund des zusätzlichen DTP-Services zusätzliche Kosten an.

Was sind CAT-Tools?

Der Begriff „CAT“ steht für Computer Assisted Translation (computerunterstützte Übersetzung). Es handelt sich hierbei um ein Bündel unterschiedlicher Software-Applikationen, wie z. B. SDL Trados, memoQ, Wordfast etc. CAT-Tools unterstützen die Tätigkeit der ÜbersetzerInnen, indem sie Übersetzungssegmente (Worte, Sätze oder Absätze) in einer Datenbank (Translation Memory) speichern, um sie später bei Folgeaufträgen wiederverwenden zu können. CAT-Tools dürfen nicht mit maschinellen Übersetzungen (d. h. automatisch generierte wie Google Translate) verwechselt werden.

 

Die Voraussetzung für den Einsatz von CAT-Tools ist eine editierbare Ausgangsdatei, z. B. ein Dokument im Format Word, Excel, PowerPoint oder InDesign.

 

 CAT-Tools gewährleisten ein effizientes Terminologie-, Zeit- und Kostenmanagement.

Beglaubigte Übersetzungen

Was ist ein allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Dolmetscher?

Gerichtsdolmetscher („allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Dolmetscher“) sind jene Dolmetscher und Übersetzer, die vor allem für Gerichte und Behörden (Asylbehörden, Polizei, Standesämter usw.) zur Verfügung stehen.

 

„Allgemein beeidet“ bedeutet, dass der Gerichtsdolmetscher einmalig für alle Verfahren vereidigt werden, an denen sie teilnehmen. Im Gegensatz dazu gibt es die „ad hoc“ beeideten Dolmetscher, die nur in Ausnahmefällen für ein bestimmtes Verfahren vereidigt werden.

 

Die gerichtliche Zertifizierung bezieht sich darauf, dass der jeweilige Übersetzer bzw. Dolmetscher nach der erfolgreichen Absolvierung der Gerichtsdolmetscherprüfung in der jeweiligen Sprache in die österreichische Gerichtsdolmetscherliste aufgenommen wurde. Dadurch kann sichergestellt werden, dass sich Behörden und Gerichte auf die fachliche Richtigkeit und Exaktheit der Übersetzungen und Dolmetschungen verlassen können.

 

Neben der Tätigkeit als Übersetzer und Dolmetscher für Gerichte und sonstige Behörden kommen Gerichtsdolmetscher auch für Privatpersonen im außerbehördlichen Bereich zum Einsatz, wie etwa bei beglaubigten Übersetzungen von amtlichen Dokumenten wie Urkunden, Verträgen oder Zeugnissen oder bei Eheschließungen oder der Errichtung von Notariatsakten.

Was ist eine beglaubigte Übersetzung und wann wird sie benötigt?

Der Gerichtsdolmetscher bestätigt bei einer beglaubigten Übersetzung mit der Beglaubigungsklausel, seinem Amtssiegel und seiner Unterschrift die Übereinstimmung der Übersetzung mit dem Originaltext.

 

Beglaubigte Übersetzungen sind immer dann erforderlich, wenn es sich um ausländische amtliche Dokumente handelt, die den Behörden oder sonstigen öffentlichen Einrichtungen in Österreich vorgelegt werden müssen und diese Dokumente nicht in deutscher Sprache verfasst sind. Beispiele hierfür wären private Urkunden (Heirats- oder Geburtsurkunde, Führerschein etc.), Gerichtsurteile, Verträge, Zeugnisse, Diplome etc.

 

Das Gleiche gilt jedoch auch für österreichische Urkunden, wenn diese zu offiziellen Zwecken im Ausland eingereicht werden. Abhängig vom jeweiligen Zielstaat kann hierbei aber auch eine Überbeglaubigung bzw. eine Apostille notwendig sein. Ich rate Ihnen daher, sich bei der Behörde, der man seine Urkunde vorlegen möchte, zu erkundigen, welche Art der Beglaubigung benötigt wird, damit diese das übersetzte Dokument verlässlich akzeptiert.

Was bedeutet Amtsgültigkeit?

Die Dokumente werden durch die Beglaubigung der getreu angefertigten Übersetzung durch den Gerichtsdolmetscher rechtlich verbindlich. Aus diesem Grund werden von den Behörden ausschließlich beglaubigte Übersetzungen anerkannt, die von allgemein beeideten und gerichtlich zertifizierten Dolmetschern angefertigt wurden.

 

Durch seinen Siegel und seine Unterschrift bürgt der Gerichtsdolmetscher für die Richtigkeit und Vollständigkeit der von ihm angefertigten Übersetzung.  Daher muss eine beglaubigte Übersetzung gewisse Formkriterien erfüllen und erlangt erst durch das Anbringen der Beglaubigungsformel und des Siegels des Gerichtsdolmetschers Rechtswirksamkeit.

Beglaubigte Übersetzungen für das Ausland

Ein in Österreich in eine Fremdsprache beglaubigt übersetztes Dokument ist nicht automatisch in anderen Ländern gültig. Da in anderen Ländern die Unterschrift und der Stempel eines österreichischen Gerichtsdolmetschers meist nicht überprüft werden können, hängt es davon ab, welche Vereinbarung zwischen Österreich und dem Zielstaat geschlossen wurde, ob eine in Österreich angefertigte und beglaubigte Übersetzung in anderen Ländern akzeptiert wird. Daher kann die Beglaubigung der Unterschrift und der Eigenschaft als Gerichtsdolmetscher durch das jeweilige Landesgericht bzw. das Außenministerium notwendig sein. 

 

Ob eine in Österreich beglaubigte Übersetzung mit einer Apostille versehen werden soll, ist von der Landesvertretung des Zielstaats zu bestimmen.

 

Nähere Informationen hierzu finden Sie auch hier.

Überbeglaubigung der beglaubigten Übersetzung und Apostille

Ein in Österreich in eine Fremdsprache beglaubigt übersetztes Dokument ist nicht automatisch im Zielstaat gültig. Muss das gewünschte Dokument im Ausland (außerhalb der EU) vorgelegt werden, so ist meist noch eine zusätzliche Überbeglaubigung bzw. Apostille notwendig.

 

Die Apostille ist eine Form von Beglaubigung, die die Echtheit der Unterschrift und die Eigenschaft des Unterzeichners bestätigt. Ausländische öffentliche Urkunden, die mit einer Apostille versehen sind, werden in den Vertragsstaaten des Haager Beglaubigungsübereinkommens anerkannt.

 

Mit einer Überbeglaubigung wird die Echtheit der Unterschrift und gegebenenfalls des Siegels des Ausstellers durch das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres bestätigt. Erst danach kann die österreichische Urkunde von der Vertretungsbehörde des Zielstaates für den Gebrauch in diesem Staat legalisiert werden.

 

Nähere Informationen zur Überbeglaubigung finden Sie hier.

 

Überbeglaubigung durch das zuständige Landesgericht

Sollten Sie eine Überbeglaubigung der beglaubigten Übersetzung durch ein Landesgericht benötigen, so beachten Sie bitte, dass ein Landesgericht nur Übersetzungen überbeglaubigen kann, die von einem Gerichtsdolmetscher angefertigt wurden, der in die Gerichtsdolmetscherliste des betreffenden Landesgerichts eingetragen ist.

 

Die Liste der Gerichtsdolmetscher der einzelnen Landesgerichtssprengel finden Sie hier.

Achtung vor Scheinbeglaubigungen!

Bitte beachten Sie, dass ausschließlich Gerichtsdolmetscher ein Amtssiegel führen dürfen.

 

Vermerke wie „für die Richtigkeit der Übersetzung“, „für die wortgetreue Übersetzung“, Namensstempel mit Unterschrift o. Ä. stellen keine Beglaubigungsklausel im Sinne des Gesetzes dar. Damit wird in gesetzeswidriger Weise nur die Befugnis zur Anfertigung von beglaubigten Übersetzungen vorgetäuscht.

Sie können anhand der Gerichtsdolmetscherliste des Justizministeriums überprüfen, ob eine Person allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Dolmetscher ist.